Never forget Adrian
Heute durften wir an unserer Schule besonderen Besuch begrüßen: den Verein "Never Forget Adrian" sowie das Team von Violence Prevention Network (VPN).
Im Mittelpunkt stand der Vortrag von Maria Torres, Gründerin des Vereins, die die Geschichte ihres Sohnes Adrian mit uns geteilt hat.
Sehr offen und emotional schilderte sie, mit welchen inneren Konflikten, Fragen und Herausforderungen ihr Sohn zu kämpfen hatte. Sie erzählte von seinem Weg – von seiner Konversion zum Islam bis hin zu seiner schrittweisen Radikalisierung und den tragischen Folgen, die schließlich zu seinem Tod führten. Diese persönliche Perspektive hat alle Schülerinnen und Schüler (10R) tief berührt und nachdenklich gemacht.
Trotz ihres schweren Schicksals hat sich Frau Torres dazu entschieden, ihre Geschichte öffentlich zu machen. Mit großem Mut und beeindruckender Stärke setzt sie sich dafür ein, junge Menschen vor den Gefahren von Extremismus zu warnen und aufzuklären. Für dieses Engagement gebührt ihr unser größter Respekt und unsere Anerkennung.
Auch das Team des Violence Prevention Network erklärte, warum besonders junge Menschen, zunehmend auch junge Mädchen, anfällig für extremistische Ideologien sein können. Soziale Netzwerke wie TikTok spielen hierbei eine große Rolle, da sie gezielt genutzt werden, um Unsicherheiten, Ängste oder das Bedürfnis nach Zugehörigkeit auszunutzen.
Wer sich intensiver mit der Geschichte Adrians beschäftigen möchte, findet auf der Website des Vereins auch eine Dokumentation:
👉 Zur Website und Dokumentation von Never forget Adrian e.V.: Never forget Adrian e.V. https://share.google/7vR15ap17jzrMQB10
Der heutige Besuch hat gezeigt, wie wichtig Aufklärung, Austausch und gegenseitige Unterstützung sind. Deshalb möchten wir alle Schülerinnen und Schüler ermutigen: Wenn ihr Fragen habt, euch etwas Sorgen bereitet oder ihr bemerkt, dass sich jemand in eurem Umfeld radikalisiert, wendet euch bitte jederzeit an die SV, die interkulturelle Sprechstunde oder eure Vertrauenslehrkräfte.
Wir bedanken uns herzlich bei Frau Torres, ihrem Team und dem Violence Prevention Network für ihre wertvolle Arbeit.
Melek Kartal (für die AG Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage)
